15. Oktober 2006
23:29

Kategorien: Kulinarisches & LaTeXnisches
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by momo
6 Kommentare

knit-n-sip

Obwohl ich nicht mitmache, finde ich knit-n-sip doch eine sehr schöne und interessante Aktion. Wie auch schon andere Bloggerinnen dies getan haben, greife ich hier den Faden einfach einmal auf und erzähle etwas über meine Teevorräte und Teevorlieben.

Tee gehört in Dosen. Das finde ich zumindest, denn da herrscht das beste Klima für dauerhaften Aromaerhalt, und nach Möglichkeit beherzige ich das auch. Meinen mittlerweile arg dezimierten Teevorrat seht Ihr dort aufgereiht im Küchenregal. Es ist wie in überfüllten Bücherregalen: Zwei Reihen hintereinander und in besten Zeiten bis zu drei Etagen hoch! Damit ich da nicht durcheinander komme, klebt auf jeder Dose ein selbstgemachtes Etikett mit dem Teenamen. Was in den Tees so drin ist und wie er am besten zubereitet wird, habe ich in einer Teeliste festgehalten. Dort können Neugiernasen auch meinen derzeitigen Vorrat erkunden.

Grundsätzlich mag ich aber von Grüntee über Schwarztee (klassisch und aromatisiert) bis hin zu (aromatisiertem) Rooibusch eigentlich alles. Honeybush habe ich auch schon einmal probiert, der war ebenfalls sehr lecker. Früchtetee mochte ich früher gerne und mag ich auch heute prinzipiell noch, jedoch habe ich mit sauren Sorten so meine Schwierigkeiten. Ich trinke zwar ohnehin jeden Tee mehr oder weniger leicht gesüßt, aber bei sauren Früchtetees nimmt die Zuckerflut dann doch Überhand, bis ich ihn wirklich genießen kann. Da ist also eher Ebbe mit meiner Teeliebe. Heiß und innig liebe ich dagegen Minze, daher habe ich auch drei Sorten davon zuhause – alle lose und jeder Tee für sich ultralecker, natürlich auch kalt! Grundsätzlich bevorzuge ich lose Blatt-Tees und das zeremonielle am Teezubereiten wenn ich die Blätter abwiege während das Wasser kocht und (bei Kannenaufgüssen) das Abgießen des Tees über ein Sieb in die Servierkanne. Als Auchkaffeetrinker habe ich bei meinem Latte Macchiato ein ähnliches Zeremoniell, mindestens was die immer frisch gemahlenen Bohnen angeht! Selbst wenn es dann doch nur ein Milchkaffee wird (denn viel Milch muss rein in meinen Kaffee), sind die Bohnen immer frisch gemahlen.

Mehr oder weniger jagen kann man mich hingegen mit Kräutertees (fast) aller Art. Da gibt es nur ganz wenige Ausnahmen, so habe ich mir in einem Discounter z.B. einmal ein paar Beuteltees gekauft, die recht lecker sind, einer hauptsächlich auf Rooibuschbasis, der andere mit viel Melisse, wenn ich mich recht erinnere. Kamille hingegen verursacht bei mir einen Würgereiz. Wenn mir bei Krankheit noch nicht schlecht ist, von Kamillentee wird es mir das ganz sicher!

Was in meinem Vorrat möglichst nie fehlen darf, ist ein Schwarztee mit leichter Bergamottenote (derzeitiger Favorit: Mönchstee von Tee-Gschwender, schon etwas älter und offenbar nicht mehr im Programm *hoYl*), Gwendalinas Backäpfelchen® (ebenfalls Tee-Gschwender, wie fast alle meine Tees), die diversen Minztees, ein sanfter Jasmintee, Kashmir Khali Kahwa® und der kräftige »Herrentee« Assam Nr. 5 TGBOP Boisahaby Malty.

Für größere Mengen Tee (also einen oder anderthalb Liter) benutze ich meine geliebten Glasteekannen, von denen ich schon unzählige zerdeppert habe – leider! Derzeit existieren noch eine etwa 1,2l fassende Kanne (links) und eine 1,5l-Kanne (rechts) mit so einem Glasteesiebeinsatzdingens. Das habe ich früher zwei-, dreimal verwendet und mich jedesmal grüngeärgert, weil ich die Teeblätter kaum aus den Ritzen bekommen habe. Deshalb lasse ich das nun. Wie man sieht, könnten die beiden Kannen mal wieder eine Grundreinigung vertragen, denn meistens spüle ich sie nur heiß aus, wenn der letzte Tropfen Tee ausgegossen ist. Man sieht hier auch eines meiner beiden Stövchen. Das abgebildete ist aus massivem Glas, ziemlich schwer und auch schon ziemlich alt. Ich weiß nicht, wie alt, aber meine Oma hatte so eines und meine Mutter auch, und das schon in meiner Kindheit. Ein zweites Stövchen habe ich mir dann einmal zugelegt, weil ich es hübsch fand (relativ dünnes Glas, sehr schlicht, mit einem geschwärzten Metallaufsatz, auf den aber nur die große Kanne richtig passt, für die kleine muss ich tricksen – es lebe der zweckentfremdete runde Drahtuntersetzer!) und bei viel Besuch eine Kanne mit Tee einfach viel zu schnell leer war und man es zudem so vielen Leuten nie komplett recht machen konnte mit einer einzigen Sorte. Also mussten zwei Kannen aufgegossen (und natürlich warmgehalten) werden. Tee kommt bei mir nicht in Thermoskannen, es sei denn es ist weder Grün- noch Schwarztee.

Lieblingstassen … hm, habe ich mehrere, eigentlich. Wenn ich eine ganze Kanne Tee aufsetze, also mindestens einen Liter, dann trinke ich aus ganz normalen Keramikbechern (250ml oder so) oder aus hübschen, hohen Teegläsern mit Henkel aus Glas. Diese bevorzuge ich auch, wenn Besuch da ist, da sind sie meine absoluten Favoriten, da man den Tee und die eventuell zugegebenen Zuckerkristalle und/oder Milchschwaden so wunderhübsch sehen kann. Zur Zeit jedoch gieße ich mir am liebsten Tee in meinem »Teepott« auf. Das gute Stück ist mittlerweile zwölf Jahre alt (Lars, existiert Deine Tasse eigentlich noch?!) und fasst einen guten halben Liter. Diesen gieße ich dann direkt in der Tasse auf, denn das schicke Teesieb (auf dem Bild links neben dem Pott; beides geknipst nach dem Aufbrühen eines halben Liters Nangilima) passt hervorragend hinein und die Teeblätter können munter schwimmen und schwappern. Dieses Sieb benutze ich auch zum Abgießen aus den großen Kannen. Ein sekundengenauer Wecker fehlt natürlich nicht, aber der ist hässlich und unspektakulär. :o)

Oben schrieb ich ja schon, dass mein Teevorrat sich arg dezimiert hat. Eine Liste mit unbedingt bei Gelegenheit aufzufüllenden Teesorten gibt es analog zu meiner Habenliste natürlich auch. Manchmal schicken mir verrückt-liebe Leute dann sogar Tee-Carepakete! *rotwerd*

Und jetzt gehe ich mir noch einen Pott Tee aufbrühen! Mein Teewürfler (©Kai, Entscheidungshilfe für enstcheidungsunfreudige Rotfelltigerkatzen auf Basis des LaTeX-Files der Teeliste) hat mir Aroma-Edition Schwarzer Tee – Erdbeer Sahne ausgeworfen. Na denn: Prost!

6 Kommentare zu: knit-n-sip

15. Oktober 2006
23:40

by Eydeet

Etwas gleichwertiges zum Mönchstee gibts beim Evchen im Programm, den kann ich Dir also problemlos besorgen ,o)

15. Oktober 2006
23:48

by momo

Hach Jürgen, Du mein Tee-Engel! Ich werde es mir merken, aber noch habe ich zum Glück ordentlich von dem Mönchstee mit Vanille-Bergamotte-Geschmack und Jasminblüten. Einem Großeinkauf bei der letzten Teebeschaffung meinerseits sei Dank!

16. Oktober 2006
13:57

by Lars

Also zunaechst einmal zu der wirklich wichtigen Frage: ja, der Teepot existiert nach wie vor noch und steht derzeit bei mir im Insitut auf den Schreibtisch (fuer Beweisfotos muesste ich mal ein klein wenig kramen, aber irgendwo habe ich da sicherlich was). Keine Frage, dieser grosse Teepot ist einer jener Zeremonien-Essentials, auf welche ich nur sehr ungerne verzichte; ich hatte zwischenzeitlich schon einmal ueberlegt, ob ich mir nicht im Zuge meiner “Ich schaffe alles doppelt an” Aktion noch versuchen sollte einen weiteren Becher zu erstehen, aber das stellt sich ja wirklich die Frage, ob man wirklich noch einmal so einen Becher kriegen wuerde (andererseits moechte man vielleicht auch, dass es ein Unikat im persoenlichen Besitzstand bleibt).

Die andere Sache, welche mir noch zu dem Beitrag einfiel war die Anmerkung, dass man auch die Drahtgitter hinter einem Computer-Geblaese wunderbar als Teeuntersetzer verwenden kann. Zumindest hatte ich immer noch so ein Teil bei mir Buero herumliegen (hat mich eine Weile gekostet es zuzuordnen), bis ich es dann irgendwann einfach mal zweckentfremdet habe – funktioniert klasse.

16. Oktober 2006
14:45

by momo

Lars, wie schön! Beweisfotos braucht es doch nicht, aber ich wehre mich natürlich auch nicht dagegen. :o)

Hm, Drahtgitter … sowas habe ich nicht übrig, obwohl es offenbar ziemlich gut passen würde. :o} Aber mein runder Untersetzer passt ziemlich genau auf das Stövchen, ich bin sehr zufrieden damit. :o)

17. Oktober 2006
9:30

by Julia

Moijn Moijn,

zum TEE-Ma muss ich mich natürlich auch zu Wort melden. Nike, auch meine Vorräte sind geschrumpft – aber auch zugunsten von UNMENGEN Ayurvedischen Kräutertee mit Süßholz, Inwger und Co. Sehr lecker! Außerdem verfüge ich mittlerweile über einen recht beträchtlichen Vorrat an einst verschmähtem Beuteltee, einfach, weil ich doch immer so viel unterwegs bin, und auch im Job kann ich nicht immer eine Tee-Zeremonie durchführen mit Kanne und Aufguß etc…

An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an Lars, der mich endlich mit Nachschub von Pickwick Erdbeertee versorgt hat. Wie Jana schon immer sagte: Man kann ihn auch zwischen die Wäsche legen, dann riecht’s gut…

jetzt muss ich mir gleich mal einen Tee kochen gehen ;-)
Julia

17. Oktober 2006
11:43

by Jutta

Und mir kamen einige Tees doch gleich so bekannt vor…
Immer gern genommen im Herbst: der Karlheinz® Tee von Gschwendner… Ist Dir aber vermutlich zu kräuterlastig…
wendolina kommt bei mir endlich weider dran, wenn mein Eierpunsch-Tee leer ist…
Sehr schade find ich, dass es den Captain’s Vanillia Cup nicht mehr gibt… der hatte so was rauchiges… (sie hatten mir im laden schonmal ne Alternative angeboten, aber die war wieder mit Schokolade. Und Schokolade gehört in Milch, aber nicht in Tee *imho*)
Liebe Grüße,
Jutta :-)


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