Internationales Jahr der Biologischen Vielfalt
Als Biologin aus Leidenschaft komme ich natürlich nicht umhin, Euch über das Internationale Jahr der Biologischen Vielfalt zu informieren, welches heute eröffnet wurde.

Ich kann nicht zeichnen
Ich kann wirklich nicht zeichnen. Und malen schon gleich gar nicht, und schon mal lange nicht so gut wie Sherryschatz! Aber beim Betrachten ihrer wundervollen Bilder habe ich mich daran erinnert, dass ich im Studium gezwungenermaßen zeichnen musste. Biologie halt, yikes! Und manchmal ist mir auch ein passables Bild gelungen, so zum Beispiel dieser Kopf der Totenkopfschabe, Blaberus craniifer. Doch ja, ein klitzeklein wenig stolz bin ich da schon drauf, aber reproduzieren könnte ich das nicht, heute schon einmal gleich gar nicht mehr!

Sterbender Gast
Es geht zuende mit ihnen, mit den übriggebliebenen Mai- und Junikäfern. Dieses Exemplar eines Junikäfers (sicherlich Rhizotrogus marginipes) fand ich auf dem Fensterbrett in der Küche. Noch lebt er, und ich habe leider keine Mäuse mehr, um ihm ein rasches Ende zu bereiten. Doch wird er auch so nicht mehr lange leben.
Ich glaube, das ist überhaupt das erste Mal, dass ich einen echten Mai-/Junikäfer zu Gesicht bekommen habe, wenn auch bereits mehr tot als lebendig. Eine Weile waren sie ja extrem rar, doch mittlerweile gibt es wohl von einigen Arten wieder mehr. Diese zu den Scarabaeidae (zu deutsch: Blatthornkäfer) gehörenden Insekten finde ich ziemlich hübsch, auch die mitteleuropäischen, langweilig braunen Genossen. Die Form macht’s. ;o)

Mittagsblüte
Da um die Mittagszeit einigermaßen die Chance besteht, in der Küche ein Sonnenlichtfoto zu machen, habe ich das mal ausgenutzt und die weiße Ismene erneut fotoknipselt. Hoffentlich wird das nicht zu langweilig für Euch. 8o. Ich hab aber doch so einen Spaß dran! Bitte verzeiht. :o)

Bilderflut der Blütenpracht
Da mein liebes Julchen enttäuscht schien, dass die Blüte weniger gelb erscheint als beim Händler auf dem Foto und um farbtreuere Fotos bat (wobei ich das gestern gepostete schon recht farbtreu fand, trotz Blitz!), kommen hier noch drei Bilder. Liebe Julia, ich finde genau dieses zarte gelb genau richtig! Ich mag dieses pastellgelb bei Blüten, viel lieber sogar als ein sattes gelb. =) Tiefer gelbgefärbt sind wohl die H. amancaës, fast weiß (auf manchen Bildern mit zartgelbem Blütenkelchboden) die H. narcissiflora. Da die »Sulphur Queen« anscheinend eine Kreuzung aus den beiden Sorten ist, kommt das fahlgelb sehr gut hin. Ich bin jedenfalls entzückt und will gar kein satteres gelb! .oO(Und Ihr könnt sie immer noch nicht riechen, Schande!)Oo.

300 Jahre
Heute vor 300 Jahren wurde Carl von Linné geboren. Er hat uns die heute noch weitgehend gebräuchliche Taxonomie und die binäre Nomenklatur der Lebewesen gebracht. Viele seiner Klassifizierungen sind noch immer gültig, auch wenn manche Art oder gar Gattung aufgrund moderner Methoden (Genanalyse) mittlerweile einen anderen Platz im Geäst der Taxonomie gefunden hat. Als Biologin bin ich selbstverständlich mit seiner Nomenklatur der Lebewesen sozusagen aufgewachsen, und daher möchte ich ihm zu seinem 300. Geburtstag diesen Post widmen.
Wer mehr erfahren möchte über den als Carl Nilsson Linnaeus geborenen schwedischen Arzt und Naturwissenschaftler, dessen Vorträge zu Lebzeiten wohl sehr populär waren, der kann ein wenig im Wikipediaeintrag lesen.

16:38
Kategorien: Besuch&Treffen & Freunde & Ismene
Tags: Biologie, Dank, für mich, Geschenk, Seelenvlaush
by momo
7 Kommentare
»Hotel Nike« ;o)
Jule, »Tulpenkönigin« und Freundin aus Studitagen, hatte mal wieder dienstlich in Berlin zu tun. Da sie sowohl Mittwoch als auch Donnerstag einen Termin hier hatte, kam natürlich die unvermeidliche Anfrage bei mir, ob ich ein Schlafplätzchen für sie hätte. Natürlich hatte ich! Und so kam Julia Mittwochnachmittag auf einen leckeren Latte bei Bananenkuchen mit Earl-Grey-Tee zu mir und brachte mir auch noch etwas mit: Zwei Blumenzwiebeln!

Vielen Dank …
… für Eure Anteilnahme zu Herrn Maus’ Tod – nicht nur hier im Blog in den Kommentaren, sondern auch persönlich und privat.
Ich hoffe, er hatte ein schönes Leben bei uns, er war ja nur am Ende allein, weil ich erst einmal eine kleine Mäusepause einlegen werde (wonach ja auch gefragt wurde), und eine Vergesellschaftung in seinem hohen Alter hielt ich eher für Quälerei als für sinnvoll.

Bunte Biologen-Bilder
Nicht nur als Biologin liebe ich schöne Aufnahmen der Natur. Insbesondere auch als wasser- und wasserweltliebende Person finde ich vor allem Aufnahmen der (Unter-)Wasserwelt besonders faszinierend. SpOn berichtete heute über einen neuen Bildband reizvoller Unterwasseraufnahmen von winzigen bis hin zu großen Lebewesen und bietet in seinem Artikel auch gleich eine Auswahl von satten 30 schicken Bildern als Vorgeschmack. National Geographic ist ja ohnehin bekannt für seine großartigen Fotografien. In diesen Band hineinzuschauen, dürfte also sicherlich eimal lohnen: Laurent Ballesta / Pierre Descamp: Planet Meer, National Geographic, 384 Seiten, 49,95 Euro.

Meine Amaryllis ist gar keine Amaryllis?
Wie ich gestern bei einer Googlesuche nach Pflegehinweisen zu meinen »Amaryllen« entsetzt gelernt habe, sind beides vermutlich gar keine echten, sondern nur im Volksmund bzw. in der Gärtnersprache Amaryllis genannte Gewächse, welche aber eigentlich Rittersterne (Hippeastrum spec.) sind. Die echte Amaryllis, oder Belladonnalilie im Volksmund, heißt wissenschaftlich Amaryllis belladonna und bedarf einer ganz anderen Pflege, auch wenn beide Pflanzen zur Familie der Amaryllidaceae gehören! Und da wunder ich mich, daß das nix wird bei mir. Also echt, Verwirrung pur! Und alles nur, weil Carl von Linné seinerzeit beide Pflanzen derselben Gattung zugeordnet hat.

